Akupunktur
In der Traditionellen chinesischen Medizin (TCM) geht man von Meridianen aus, die den Körper durchziehen. Darauf befinden sich die Akupunkturpunkte, die einen sanften Reiz ausüben und die Selbstheilungskräfte aktivieren sollen.
Hier geht man von Organsystemen aus, die für bestimmte Symptome sowie auch Gefühle verantwortlich sind. Tatsächlich findet man dies auch in unserem Sprachgebrauch. Jeder hat es schon mal erlebt, dass ihm eine Laus über die Leber gelaufen ist oder etwas schwer an die Nieren gegangen ist. Die Angst sitzt im Nacken und wenn wir über uns erzählen, fällt leicht auch der Zeigefinger auf die Brust und nicht auf unseren Kopf, denn die Seele sitzt in unserem Herzen nach dem Verständnis der TCM.
Mit der Akupunktur wollen Therapeuten den Körper wieder in die Bahn lenken, ihn sanft dort hin zurückführen wo er mal war. Energien sollen aktiviert und aus der Starre geholt werden, denn alles soll im besten Falle sanft fließen.
Mit der Akupunktur ist es auch möglich die außergewöhnlichen Gefäße zu öffnen. Diese dienen als Reservoir für Energien. In Füllezuständen können diese wie ein Überlaufbecken dienen für pathogene Faktoren. Diese wiederum könnten eine Art Stagnation hervorrufen und wären dann mit Schmerzen und Unwohlsein verknüpft.
In unserer heutigen Zeit leben wir eher in Fülle. Es ist häufig etwas zu viel vorhanden. Zu viel Nahrung, zu viel Einseitigkeit, zu viel Stress. Auf der anderen Seite besteht auch Leere und Mangel, wie Bewegungsmangel, Antriebsmangel und Lustlosigkeit. Energie ist vielleicht da aber häufig falsch verteilt könnte man meinen.
De Qi ist ein Begriff während der Akupunktur, der fällt, wenn sich diese Energie wieder in Bewegung setzt. Es ist ein Kribbeln oder leichtes Ziehen zu spüren, welches positiv gewertet wird.
